
30 Jahre Gedenken an den Genozid an den Tutsi in Ruanda.
Ein Projekt von Bele Marx & Gilles Mussard (Künstlerisches Konzept und Produktion) auf Initiative und in Kooperation mit Ancilla Umubyeyi.
Ein schwarzes Loch, das alle Materie und selbst das Licht absorbiert, ist ungeheuer – und ebenso ungeheuer ist der Mensch in seiner namenlosen Grausamkeit. Was wissen wir von einem Menschen, von dem nur noch der Name bleibt? Und was, wenn auch dieser vergessen und er nur noch durch eine abstrakte Zahl repräsentiert wird?
Dieses Projekt ist der Auftakt zu einem Erinnerungsprojekt, ein work in progress, dessen Ziel es ist, in den nächsten fünf Jahren möglichst alle Namen der Opfer zu erfassen und die Namenssäule zu vervollständigen. Darüber hinaus sollen die drei Säulen der Erinnerung am Yppenplatz mit ihren thematischen Schwerpunkten als Artefakte im virtuellen Raum künstlerisch umgesetzt werden. Das Erinnerungswerk soll zum 35. Jahrestag des Völkermordes an den Tutsi im Jahr 2029 fertiggestellt und die Namensäule schon während der Projektlaufzeit im Bunker 16, in der Brunnenpassage und im Artificial Museum präsent sein.


